08.05.2016 / AR-Cup Rennen 2/2016

Ein neues Rennen stand an, erneut wurden die Organisatoren vor eine kleine Herausforderung gestellt, denn erneut musste man ausweichen auf eine andere Strecke. Und so sind wir dankbar, dass wir mit IndyKart in Rottweil einen super Ersatzort gefunden hatten. 12 Fahrer waren gemeldet und 12 Fahrer kamen. Ein sehr gleichmäßig aufgeteiltes Feld präsentierte sich am Renntag. 6 Fahrer jeweils aus der PRO Kategorie und 6 Fahrer der AM Kategorie gingen an den Start und wollten Punkte sammeln. Einige traten zu ihrem zweiten Rennen an, andere pausierten und wiederum andere starteten an diesem Mai Wochenende in die Rennsaison.

Qualifikation

Um 11:00 Uhr startete die Qualifikation. Gefahren wurde in Rottweil mit der VIP Kartflotte. Nach Rennen 1 tauschten wir uns sowohl intern aus, als auch die Bahnen Rottweil und Sulz. Gemeinsam wurde über ein paar Regelanpassungen gesprochen die einfach aufgrund der Situation des Indoorfahrens entstanden sind. Eine Änderung die bereits in der Qualifikation zählte war das Anheben des Mindestgewichts auf 85 kg. Desweiteren wurde im Verlauf der Qualifikation nun auf das Schwenken einer blauen Flagge verzichtet, da diese in Sulz doch so manchem Fahrer die Option auf eine schnelle Runde nahm. Am Ende der Qualifikation war es Frank Martin der sich die Bonuspunkte für die Pole in der PRO Klasse sichern konnte. Mit soliden 0,3 Sekunden Vorsprung von Giovanni Loperfido und Ronald Lörincz zeigte Martin, dass er nicht umsonst die Tabellenführung aus Sulz mitnahm. In der AM Klasse konnte sich Robert Maier über den Bonuspunkt und seine erste Pole freuen, gefolgt von Max Martin und Laszlo Lörincz.

Sprintrennen

 Im Sprintrennen folgte aufgrund eines Wunsches von IndyKart in Rottweil die nächste Regeländerung. Eigentlich stehend startend, wurde das Rennen Indoortypisch fliegend gestartet. Zu groß waren die Sorgen vor einem Crash in Kurve 1. So änderte sich unmittelbar nach dem Start erstmal nichts an der Reihenfolge und Frank Martin bestimmte die Pace. Während sich Martin etwas vom Rest des Feldes lösen konnte, kämpfte sich dahinter Ronald Lörincz an Giovanni Loperfido vorbei. Lörincz konnte danach den Speed von Martin mitgehen, den Vorsprung von 4 Sekunden aber nicht mehr verkleinern. Frank Martin machte den Rennsieg perfekt und durfte sich zusätzlich auch noch über die Bonuspunkte der schnellsten Runde freuen.
Etwas turbolenter ging es in der AM Klasse zu. Im direkten Infight zwischen Max Martin und Laszlo Lörincz kam es zu einer leichten Kollision, die Max Martin mit Verlust von zwei Plätzen einbüßte. Nach dem Rennen in der Anhörung der Fahrer kam raus, dass Martin wohl etwas ins Rutschen kam und Lörincz mitten in der Kurve nicht mehr ausweichen konnte. Ein normaler Rennunfall. Die Rennleitung war aufgeteilt zwischen den Organisatoren von Alemannenring Racing und Indykart Rottweil. Schon während des Rennens wurde auch neben der Strecke heiß diskutiert. Mutwilliges rammen oder Verkettung unglücklicher Umstände. Laut IndyKart Rottweil wurde eine Strafe gefordert, laut Alemannenring Racing hat man die Situation nicht komplett gesehen, nur das Endergebnis und konnte kein komplettes Urteil bilden. Man einigte sich darauf eine Verwarnung nach dem Rennen auszusprechen und den Vorfall als Rennunfall abzuschließen. Im weiteren Rennverlauf bis sich Lörincz dann die Zähne an Robert Maier aus. Es zeigte sich: Ranfahren ist eine Sache, überholen eine ganz andere. Er schaffte es bis zur karierten Flagge nicht vorbei zu gehen und musste sich mit dem zweiten Platz der AM Wertung im Sprintrennen zufrieden geben, sicherte sich aber den Bonuspunkt für die schnellste Runde. Max Martin kämpfte sich im Rennverlauf noch an Martin Zobel ran, konnte diesen aber nicht mehr Überholen.  Pechvogel im Sprint war Daniel Korn der schon kurz nach dem Rennstart über mangelnde Leistung des Karts klagte. Nach einem Boxenstopp mit Kartwechsel war sein Rennen leider gelaufen und Korn auf den letzten Platz mit Rundenrückstand durchgereicht.

Hauptrennen

 Auch im Hauptrennen gab es auf Wunsch der Betreiber von Rottweil eine Regeländerung. Die Startreihenfolge wurde nicht umgekehrt. Lediglich die Felder der PRO und AM Wertung von einander getrennt. Um dennoch für ein wenig mehr Chancengleichheit zu sorgen wurde den jeweils 3 schnellsten Fahrern des Sprintrennens, die das Podium erreichen konnten 5 kg Zusatzgewicht mitgegeben. Nach den Erlebnissen im ersten Rennen, wo die Boxenstopps bei einigen Fahrern für Frust sorgten wurde noch im Fahrerbriefing vor dem Rennen noch einmal eindringlich darauf hingewiesen den Boxenstopp zu planen und mit wachen Augen zu fahren. Im ersten Rennen kamen unmittelbar nach öffnen der Boxengasse 5 Fahrer gleichzeitig in die Box. Natürlich waren die hintersten Fahrer dadurch die leidtragenden.
Diesmal sollte es alles besser klappen. Nach erneuten fliegendem Start veränderte sich die Reihenfolge erstmal nicht. Einzig Robert Maier verlor im Verlauf der ersten Runden eine Position an Laszlo Lörincz, was wohl auf einen etwas unglücklichen Umstand zurückzuführen war, da er sich offenbar von einer Verwarnungsflagge beeinflussen ließ, die gar nicht ihm galt. In der fünften Rennminute öffnete dann die Boxengasse und sogleich stellte sich eine Frage: Hatten die Worte von Rennleiter Mike Wilhelmi vor dem Rennen gewirkt? Oder kamen wieder alle Fahrer gleichzeitig in die Box? Sie haben gewirkt. Keiner der Fahrer nahm den Boxenstopp unmittelbar in der ersten Runde nach der Öffnung wahr, stattdessen kam ein Fahrer nach dem anderen in die Box. Alles richtig gemacht bei der Wahl der Strategie hatte Ronald Lörincz. Er nutzte alle Phasen der freien Fahrt und erarbeitete sich einen soliden Vorsprung. Da er in keinerlei Zweikämpfe einbezogen war konnte er seinen Speed gehen und zeigte das mit einer schnellsten Runde nach der anderen. Lörincz konnte bis zum Ende keiner mehr gefährden und so fuhr er mit 8 Sekunden Vorsprung einen fast schon lockeren Sieg ein vor Frank Martin und Giovanni Loperfido, der noch bis zum Schluss von Peter Schenkel unter Druck gesetzt wurde. Auch die Bonuspunkte für die schnellste Runde konnte keiner mehr Ronald Lörincz streitig machen.
In der AM Klasse gewann Laszlo Lörincz vor Max Martin, der nach dem Fauxpas im Sprintrennen wieder aufholen konnte. Profitieren konnte Martin hierbei auch von einer Stop & Go Strafe für Robert Maier. Diesmal waren sich auch alle Mitglieder der Rennleitung aus von beiden Seiten einig. Etwas optimistisch nahm Maier seinen Pflichtstop vor. Die Räder kamen sowohl an der Haltelinie am Eingang der Boxengasse, noch am Stoppunkt in der Boxengasse nicht komplett zum Stillstand. Auch Martin Zobel konnte so noch an Maier vorbeirutschen und komplettierte das Podium des Hauptrennens. Die schnellste Runde in der AM Wertung konnte sich Max Martin in seiner Aufholjagd sichern.

Endergebnis

In der kumulierten Endwertung war es in der PRO Wertung erneut Frank Martin der sich über Saisonsieg Nummer 2 freuen konnte. Die schnellen Runden von Ronald Lörincz im Hauptrennen, welches er dominierte blieben unbelohnt. Frank Martin konnte sich mit den Bonuspunkten für Poleposition und der schnellsten Runde im Sprint ein ausreichendes Polster verschaffen. Mit Giovanni Loperfido auf Platz 3 war das Podium der PRO Wertung komplett.
In der AM Wertung sicherte sich Laszlo Lörincz ebenfalls Sieg Nummer 2, profitierte hierbei aber auch von dem Pech von Robert Maier im Hauptrennen. Maier sicherte sich dennoch Platz 2 und konnte wertvolle Punkte für den Cup mitnehmen. Die ersten beiden Rennen zeigten einen teilweise harten Kampf zwischen Maier und Lörincz, ein Fight der sich mit Sicherheit noch öfters in der Saison zeigen wird. Platz 3 sicherte sich erneut Max Martin, womit das Podium in den beiden ersten Rennen identisch war.

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Aktuellste NEWS

21.11.2017 - TT-Challenge startet am Donnerstag

Die in der vergangenen Saison erstmals abgehaltene TT-Challenge startet am Donnerstag in Singen wieder durch. Zu allen Rennen verzeichnen wir einen Zuwachs von rund 30% an Startern, was uns in unserer Meinung der Challenge bekräftigt.

Anders als im Rennen geht es bei der TT-Challenge nicht um Geschwindigkeit, sondern um Konstanz. Jeder Fahrer fährt gegen sein eigene Bestzeit. Gewertet werden die 5 Runden vor und nach der persönlichen Bestzeit. Die Differenz jeder Runde zur Bestzeit wird addiert. Der Fahrer mit der geringsten Gesamtdifferenz gewinnt den Lauf. Hier bei hat jeder Fahrer 2017/18 zwei Jokerrunden. Das heisst: Die schlechtesten zwei Zeiten werden gestrichen, insgesamt also effektiv 8 Runden gewertet.
Das gemeine: Schafft ein Fahrer einen konstanten Turn und fährt während des Turns eine neue Bestzeit, so hat er sich evtl. ungegewollt einen neuen Bewertungsbereich gesetzt. Man ist also darauf angehalten den kompletten 30 Minutenturn konstant zu fahren.