11.09.2016 / AR-Cup Rennen 5/2016

Rennen 5 der Saison stand an und mit ihm die große Unbekannte. Geplant wurde das Rennen bei Kartion in Gärtringen. Hörte man sich unter den Fahrern um, so teilten alle mit den Namen der Bahn schon gehört zu haben, aber tatsächlich war noch keiner unserer Fahrer vorher in Gärtringen. Mike Wilhelmi und Roland Schartner statteten Gärtringen bereits im Juli einen Besuch ab und zeigten sich begeistert, wie sich schnell herausstellte: Eine Begeisterung die alle anderen auch teilten.

Qualifikation

In der Qualifikation wurde schnell deutlich: Ein paar Fahrer ließen es sich nicht nehmen noch kurzfristig eine Testsession in der Woche vor dem Rennen in Gärtringen einzulegen. Und genau diese Fahrer waren es die in der Qualifikation in ihren Klassen den Ton angaben. Die Pole sicherte sich der Meisterschaftsführende Ronald Lörincz, dicht gefolgt von Michael Bräutigam. Beide gehörten zu den Kandidaten die schon vorab trainieren konnten. Dahinter ging es um die Positionen der Fahrer, die sich innerhalb der 10 Minuten der Qualifikation am schnellsten an die neue Strecke gewöhnen konnten. So waren es die Heyder Brüder, angeführt von Joshua vor Lorenzo die in den folgenden Plätzen, lediglich getrennt durch Gastfahrer Axel Überscher starteten. Auf Platz 6 startete dann schon der AM-Führende Laszlo Lörincz, der ebenfalls schon trainieren konnte in der Woche zuvor. Gegenüber dem nächsten AM Fahrer Robert Maier auf Startplatz 8 konnte Lörincz schon über eine halbe Sekunde Differenz packen.

Sprintrennen

In das Sprintrennen ging es, indooruntypisch, stehend ins Rennen. Dank einer langen Geraden funktionierte das, dennoch guckten Bahnpersonal und Inhaber, sowie das Orgateam gespannt auf die erste Kurvenkombination, die es in sich hatte. Zum Erstaunen aller ging alles glatt und sauber zu. Es kam zu keinem Crash außerhalb des gewöhnlichen "Lackaustauschs". Schon nach der ersten Runde zeigten 2 Favoriten wer den um den Sieg fahren sollte. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam konnten direkt ab Runde 1 beginnen eine Lücke zu Joshua Heyder heraus zu fahren. Lorenzo Heyder kämpfte gegen Axel Überscher um Position 4 und konnte den Kampf auf der Strecke auch für sich entscheiden. Im Doppelpack nahmen die Heyderbrüder die Verfolgung auf die Spitze auf, konnten den bis dahin entstandenen Abstand leider nicht mehr verkleinern, aber ließen ihn auch nicht mehr anwachsen. Die Positionen waren bezogen. 
In der AM Klasse fuhren Laszlo Lörincz und Robert Maier ein hart umkämpftes Rennen. Maier konnte in der Startphase eine Unachtsamkeit von Lörincz ausnutzen als dieser einen schnelleren PRO Fahrer durchlassen wollte, rutschte Maier ebenfalls an ihm vorbei. Beide fuhren zu diesem Zeitpunkt auf einem gleichwertigen Zeitenniveau und Lörincz folgte Maier wie ein Schatten, kämpfte erbittert, fand aber keinen Weg vorbei. Zum fehlenden Glück kam dann auch noch Pech hinzu, als sich Lörincz bei einem Angriff dann wegdrehte und eine kurze lokale Gelbphase auslöste. Maier fuhr davon, Lörincz konnte aber Platz 2 in der AM Wertung behalten.
Die Top 3 lauteten somit: Ronald Lörincz vor Michael Bräutigam und Joshua Heyder in der PRO Wertung und Robert Maier von Laszlo Lörincz und Meik Neumeyer in der AM Wertung.
Die Bonuspunkte für die schnellsten Runden gingen an Ronald und Laszlo Lörincz.

Hauptrennen

Vor dem Hauptrennen wurden die Karts neu ausgelost. Ein Nachwehen des Teninger Rennens als sich einige Fahrer durch schlechtere Karts benachteiligt wurde. Was jetzt noch als gemeinsame Absprache erfolgt, soll im kommenden Jahr auch im Regelwerk fixiert sein. Bei allen Rennen, bei denen der Fahrer an den Karteinstellungen nichts ändern darf wird zukünftig zwischen dem Sprint und Hauptrennen neu gelost.
Unverändert im Rahmen des Indoorreglements blieb jedoch die Regel, dass die Startaufstellung nicht umgedreht wird. Und so wurde aufgrund des engeren Streckenverlaufes das Rennen so gestartet wie es im Sprint endete. Lediglich die Klassen voneinander getrennt. Des einen Losglück war des anderen Lospech. Nach einem erneut sauberen Start änderte sich an der Reihenfolge nicht viel. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam setzten sich direkt wieder leicht ab, nicht so schnell aber wie im Sprintrennen. Verfolgt wurden Sie von Joshua Heyder, dieser drehte sich immer wieder um nach Bruder Lorenzo zu dem die Lücke bereits nach Runde 1 groß war, untypisch. Hinter Lorenzo Heyder ein versammelter Rattenschwanz der nicht vorbeikam. Bei Durchsicht stand fest: Lorenzo Heyder zog per Los das Kart mit dem Loperfido im Sprintrennen fuhr. Auch er lag im Sprintrennen ungewohnt weit hinten und reklamierte ein zu langsames Kart. Lorenzo Heyer konnte sich bis kurz vor dem öffnen der Boxengasse für die Pflichtboxenstopps gegen den Zug hinter sich wehren. Als der erste Fahrer dann durchschlüpfte sah man den Frust langsam durchkommen, als Heyder auf das Lenkrad klopfte und den Kopf schüttelte.
Gleich als erstes in der Box: Axel Überscher wollte dem entstandenen Verkehr hinter dem langsamfahrenden Lorenzo Heyder direkt aus dem Weg gehen und entschied sich dafür direkt reinzukommen. Um seiner Pechsträhne des Tages noch einmal Nachdruck zu verleihen kam auch Lazslo Lörincz direkt rein, musste sich aber so hinter Überscher anstellen und verlor wertvolle Zeit.
Lorenzo Heyder signalisierte einen gewünschten Kartwechsel. Schnell wurde ein Ersatzkart vorbereitet und Heyder wechselte beim Pflichtstopp auch das Kart. Weitere Zeit ging dadurch verloren. Doch schon kurz danach signalisierte er, dass auch das zweite Kart keine Besserung brachte und wünschte einen weiteren Kartwechsel. Durch die zwei Kartwechsel verlor Heyder zwei Runden. In Absprache mit der Rennleitung, wurde Heyder eine Runde wieder gutgeschrieben und der zweite Kartwechsel somit wieder aus der Wertung entnommen. Dennoch lag Lorenzo Heyder unglücklich weit zurück. Dass für Ihn mehr möglich gewesen wäre zeigte er dann mit der zweitschnellsten Runde des Tages im letzten Kart.
An der Spitze kämpften Ronald Lörincz gegen Michael Bräutigam hart, aber stets fair. Bräutigam versuchte es auf taktische Weise und kam vor Lörincz zum Pflichtstopp rein. Wie die Videoaufzeichnungen zeigten war Lörincz beim Boxenstopp genau so schnell wie Bräutigam, der die freie Fahrt danach nicht richtig nutzen konnte. Lörincz kam wieder vor Bräutigam auf die Strecke, der Kampf ging weiter. Am Ende konnte sich Bräutigam als Nutznießer von Überrundungen doch noch an Lörincz vorbeiquetschen und sicherte sich den Sieg vor diesem und Joshua Heyder.
In der AM-Wertung fuhr Robert Maier ein relativ entspanntes Rennen, da sich Laszlo Lörincz durch den Taktik Fehler zu Beginn selbst ausknockte. Lörincz konnte bis zum Zieleinlauf die Lücke zwar auf eine Sekunde wieder schließen, wirklich gefährdet war Maiers Sieg aber nicht während des Rennens. Platz 3 in der AM Wertung ging an Daniel Korn. Im Sprintrennen noch als letzter gestartet und sich nicht 100% fit fühlend fuhr Korn ein unauffälliges Rennen und konnte sich taktisch so durch das komplette AM Feld bewegen. Korn war der letzte Fahrer der seinen Pflichtstopp erst kurz vor Ende des Rennens machte. Alles richtig gemacht. Dennoch bleibt Daniel Korn ein wenig der Pechvogel der Saison. In den bisherigen Rennen bei denen er startete erwischte der Defektteufel immer ihn, diesmal war er selbst nicht komplett fit.
Die Bonuspunkte im Hauptrennen gingen an die Sieger Michael Bräutigam und Robert Maier.

Endergebnis

Die Bonuspunkte als Zünglein an der Waage. In der PRO Klasse sicherte sich Ronald Lörincz die Bonuspunkte für Pole und schnellste Runde im Sprintrennen. Die Bonuspunkte für das Hauptrennen gingen an Michael Bräutigam. Am Ende fehlten Michael Bräutigam genau jene 3 Bonuspunkte die Ronald Lörincz mehr holte zum möglichen Tagessieg (wobei man fairerweise auch sagen muss, dass Lörincz bei Punktegleichstand durch den Sieg im Sprint auch vor Bräutigam gestanden wäre).
Ebenfalls wertvolle Punkte gut machte Joshua Heyder der in den Rennen immer auf Platz 3 ins Ziel fuhr. 
In der AM Wertung freute sich Robert Maier über den ersten Tagessieg. Mit zwei Rennsiegen sowie Bonuspunkt aus dem Hauptrennen konnte er sich vor Laszlo Lörincz behaupten. Lörincz nahm die Bonuspunkte für die Pole und das Sprintrennen mit und betrieb somit Schadensbegrenzung in der Meisterschaft wo Maier nun 5 Punkte näher kam. Platz 3 ging an Meik Neumeyer der sich nach Teningen über das zweite Podium freuen konnte.

 

Zu den Ergebnissen

Highlights

Onboard Qualifikation Lorenzo Heyder

Aktuellste NEWS

21.11.2017 - TT-Challenge startet am Donnerstag

Die in der vergangenen Saison erstmals abgehaltene TT-Challenge startet am Donnerstag in Singen wieder durch. Zu allen Rennen verzeichnen wir einen Zuwachs von rund 30% an Startern, was uns in unserer Meinung der Challenge bekräftigt.

Anders als im Rennen geht es bei der TT-Challenge nicht um Geschwindigkeit, sondern um Konstanz. Jeder Fahrer fährt gegen sein eigene Bestzeit. Gewertet werden die 5 Runden vor und nach der persönlichen Bestzeit. Die Differenz jeder Runde zur Bestzeit wird addiert. Der Fahrer mit der geringsten Gesamtdifferenz gewinnt den Lauf. Hier bei hat jeder Fahrer 2017/18 zwei Jokerrunden. Das heisst: Die schlechtesten zwei Zeiten werden gestrichen, insgesamt also effektiv 8 Runden gewertet.
Das gemeine: Schafft ein Fahrer einen konstanten Turn und fährt während des Turns eine neue Bestzeit, so hat er sich evtl. ungegewollt einen neuen Bewertungsbereich gesetzt. Man ist also darauf angehalten den kompletten 30 Minutenturn konstant zu fahren.