20.05.2017 / 3-Stunden Rennen / Kerpen

Zum zweiten Mal ging es dieses Jahr nach Kerpen. Nach dem das Rennen im März zu einem kleinen Debakel wurde und man Pech mit Strafen und Karts hatte, hoffte man beim letzten Rennen nun wieder an den Sieg von Dezember anknüpfen zu können. Erneut reiste man mit zwei Teams an und setzte im ersten Team Alemannenring Racing wieder auf die Siegkombo des Dezember Rennens. Es starteten AR-Cup Champion Ronald Lörincz zusammen mit Mike Wilhelmi. Für das Team MAD-MAX by Alemannenring Racing starten Frank und Max Martin zusammen mit Gastfahrer Jakob Hiß.

Früh aufstehen hieß es an diesem Tag wieder, um 1 Uhr in der Nacht klingelte der Wecker und ab 2 Uhr war man bereits auf der Autobahn unterwegs um die 500 km Strecke nach Kerpen zu schaffen, wo man pünktlich wie immer eintraf.
Weil auch Kerpen selbst bekannt war, dass die aktuelle Kartflotte auf ihren letzen Metern eine größere Streuung aufwies, wurde im Reglement nun der Kartwechsel in der Qualifikation eingeführt. Während diese Regeländerung einer zweier Fahrerkombination entgegenkam und man hier noch einmal im Falle eines gefühlt schlechten Karts tauschen konnte, war dieser Vorteil bei einer dreier Fahrerkombination nicht direkt gegeben, weil irgendwann die Zeit ausging und evtl. ein Fahrer auf Trainingszeit verzichten musste..

Lörnicz und Wilhelmi sollten von dieser Regeländerung profitieren. Als die Qualifikation begann war Wilhelmi der Startfahrer. Es machte Sinn den schnelleren Lörincz erst dann auf die Strecke zu schicken, wenn sich der Grip im Verlauf der Session aufbaute. Die Zeiten werden in Kerpen zum Schluss gefahren. Auch MAD-MAX setzte auf eine ähnliche Taktik, dort ließ man Kerpen Neuling Hiß den ersten Turn fahren. Hier sollten alle Fahrer ca. 10 Minuten Fahrzeit bekommen. Mit dem Losglück war man bei MAD-MAX leider nicht ganz glücklich. Max Martin der den finalen Turn fuhr kam nicht über den 10 Startplatz hinaus. Frank Martin gestand sich ein, dass man hätte noch einen weiteren Wechsel durchführen sollen und man nun gezwungen war mit einem schlechteren Kart ins Rennen zu gehen.
Ähnliches Pech hatte man auch bei Alemannenring Racing. Kurz nach Halbzeit übernahm Lörincz und schnell wurde klar, er kam nicht an die vorgelegte Zeit von Wilhelmi ran. Schnell signalisierte er auch dass das Kart nicht läuft. Währenddessen wurde man auf Position 6 durchgereicht. Man entschloss sich noch einmal zu wechseln. Wilhelmi übernahm das Steuer. Bei noch knapp über 5 Minuten Restzeit musste das Kart schnell kennengelernt werden. Wilhelmi kam hinter Sven Hamel auf die Strecke. Mit dem Wissen das beide Fahrer ein ähnliches Tempo haben probierte Wilhelmi über ein paar Runden einige Dinge aus um das Kart einzuschätzen und den Abstand zu beobachten. Er legte es bewusst auf die letzte Runde an und beobachtete den Timer über der Zielgeraden genau. Als er sah dass noch 2 Runden möglich waren nahm er wieder etwas Schwung raus, vergrößerte die Lücke zu Hamel etwas und holte in der letzten Kurve auf einer anderen Linie Schwung. Nun galt es. Wilhelmi konnte eine saubere Runde fahren und fuhr in der letzten Kurve erneut eine andere Linie. Er verzichtete auf den Spurwechsel auf die Ideallinie um einige Zentimeter Weg zu sparen und blieb länger auf dem Gas und überfuhr den eigentlichen Bremspunkt für die Helmkurve um definitv Vollgas noch über die Zeitschleife zu fahren. Eine weitere Runde gab es nicht mehr, somit musste hier nicht auf den Schwung für die Folgerunde geachtet werden. Wilhelmi schaffte es die Position von P6 auf P3 zu verbessern. Keine schlechte Ausgangslage für das Rennen.

Sich einig, dass das aktuelle Kart ein super Kart war, sollte Lörincz für Alemannenring Racing als eigentlich schnellerer Fahrer wieder den Startturn übernehmen. Für MAD-MAX startete Frank Martin. Während Lörincz die ersten Runden hinter dem zweitplatzierten Team festhing und zusehen musste wie sich das Führende Team langsam absetzte, konnte Frank Martin ein paar Positionen gut machen und fuhr auf Position 8 nach vorne. Nach ca. 15 Minuten Rennzeit schaffte es auch Lörincz einen Weg vorbei zu finden, zu diesem Zeitpunkt klaffte zu Position 1 aber bereits eine 8 Sekunden Lücke. Schnell wurde klar, dass Lörincz schneller fahren kann, als zusätzliche Motivation zeigte man ihm regelmäßig von Außen den kleinerwerdenden Abstand an. Während die ersten Boxenstopps begannen fuhr MAD-MAX nun zeitweise auf Position 6 vorne mit, was sich jedoch wieder ändern sollte als auch sie zum Stopp hereinkamen. Während fast alle Teams gewechselt hatten änderte sich an der Spitze nichts. Lörincz folgte dem führenden Team Novomatic Racing wie ein Schatten, beide Fahrer waren aber gleich schnell. Die Hoffnung, dass die Führenden früher zum ersten Fahrerwechsel herein kamen bewahrheitete sich zwar, aber nicht so früh wie erhofft. Als es dann soweit war konnte Lörincz die freie Fahrt jedoch etwas nutzen. Der erste Boxenstopp wurde bis auf die letzte Rille rausgezögert, erst in der 59. von 60 möglichen Minuten kam Lörincz zum Stop rein. Wilhelmi fuhr auf die Strecke und lag in Führung. Direkt in der ersten Runde wurde dem Team auf der hinteren Geraden aber auch der Hinweis auf den Tankstopp angezeigt. Mit Startnummer 1 war man das erste Team welches in der ab Minute 60 beginnenden Tankfensters reinkommen musste. Noch ehe die Reifen von Wilhelmi richtig warm waren fuhr er zum Stopp. Das Problem beim erneuten Kartwechsel spürte Wilhelmi noch vor dem Losfahren. Als erstes Team beim Stopp saß er nun in einem komplett kalten und frischen Kart. Der Vorteil der Strategie wurde durch die niedrige Startnummer wieder genommen. Mit einem Kart das in den ersten 4 Runden kaum Grip und Leistung bot verlor man die kurze Führung wieder umgehend. Die Tatsache dass das Kart selbst auch nicht mehr an die Leistung des ersten Karts rankam tat ihr übriges. Bereinigt nach den Stopps fand man sich auf Position 2 wieder nun mit fast 10 Sekunden Rückstand. Ab diesem Moment konnte man das führende Team Novomatic nicht mehr gefährden, den Vorsprung auf die Verfolger jedoch weiter ausbauen.
Das Team MAD-MAX pendelte sich langsam im Bereich des 8. bis 10. Platzes ein. Hier war auch klar, dass eine Top10 Platzierung unter normalen Umständen nicht zu nehmen war. Im zweiten Turn war es nun Max Martin der das Tempo hochhielt. Da man kaum im direkten Zweikampf fuhr konnte Martin hier mit freien Runden glänzen.

 Es begannen die nächsten Boxenstopps. Alemannenring Racing hatte sich durch den ersten langen Stint von Lörincz taktisch etwas eingeschränkt, wollte man nun die Fahrzeiten unterbringen. Da das Kart von Wilhelmi im Schnitt eine halbe Sekunde hinter den gewohnten Zeiten lag, fuhr man den zweiten Stint so kurz wie möglich. Wilhelmi kam nach 41 Minuten Fahrzeit wieder in die Boxengasse und übergab an Lörincz. Dieser fuhr nun einen zweigeteilten Turn, mit zwei Karts, da erneut ein Tankstopp anstand. Leider traf auch Lörincz mit beiden Karts nur auf Durchschnittsware und verlor pro Runde 0,4 - 0,6 Sekunden auf die besten Zeiten. Während die Führenden weiter davon fuhren und man inzwischen eine Runde Rückstand hatte, zeigte der Vorsprung auf Platz 3 jedoch ebenfalls eine Runde an.
MAD-MAX fuhr sich währenddessen langsam auf Platz 9 fest. Auf Platz 10 hatte man inzwischen ebenfalls eine Runde Vorsprung, der Kampf um Platz 8 war offen, befand man sich in der selben Runde. Hier war es nun Kerpen Neuling Jakob Hiß der für das Team fuhr. Mit dem nach dem Fahrerwechsel gezogenen Kart kam er leider auch nicht auf die Wunschzeiten, weshalb Teamchef Frank Martin sich erst noch überlegte den Stint etwas zu verkürzen. Nach dem Tankstopp sah man jedoch schnell, dass es nicht an Hiss, sondern am Kart lag, wurden die Zeiten nach dem Wechsel wieder besser.

In der letzten Stunde übernahm dann Teamchef Frank Martin für MAD-MAX noch einmal selbst das Steuer. Der Vorsprung auf Platz 10 vergrößerte sich auf 2 Runden, mit Platz 8 fuhr man bis zum Zieleinlauf auf konstantem Niveau, konnte die Gegner aber nicht mehr einholen. Für Frank und Max Martin war es nach Juli 2016 (Charityrennen) die zweite Teilnahme in Kerpen, für Jakob Hiss die Erste. Insgesamt war man hier zufrieden, wenn auch ein wenig enttäuscht über den kleinen taktischen Fehler das Kart vor Qualifikationsende nicht noch einmal zu tauschen, wobei hier einfach bei 3 Fahrern die Zeit ausging.
Wieder einmal mehr Spannung als eigentlich erwünscht verursachte das Team Alemannenring Racing. Den letzten Stopp zögerte man ebenfalls wieder bis zum Limit heraus. Lörincz fuhr wie Wilhelmi schon im Stint davor 41 Minuten, somit blieben noch 40 Minuten auf der Uhr stehen. Das Fahrzeitfenster mit maximal 20 Minuten Unterschied zwischen den Fahrern nutzte man damit mit 19 Minuten ideal aus. Als Wilhelmi die Boxengasse verließ muss das ein Dejavu gewesen sein. Wie schon im letzten Stint beim Siegrennen im Dezember erwischte man nun ausgerechnet im letzten Turn das schlechteste Kart des Tage. Wilhelmi musste sich abmühen hiermit überhaupt 48er Zeiten zu fahren. Die Konkurrenz witterte eine Spur. 3 Runden nach dem letzten Stopp hatte man Wilhelmi eingeholt und überholt. Platz 3 und 4 befanden sich im direkten Fight auf der Strecke und nun wieder in derselben Runde. Direkt nachdem man Wilhelmi überholt hatte setzte man sich ab und lieferte eine Bestzeit nach der anderen. Es waren noch 30 lange Minuten auf der Uhr und Wilhelmi verlor mit stumpfer Waffe Runde um Runde rund eine Sekunde. Doch man rechnete schnell. 30 Minuten auf der Uhr, das sind ca. 38 Runden zu fahren, was entsprechend bei einer Sekunde pro Runde einem Verlust von rund 38 Sekunden glich. Eine Runde Vorsprung die man gerade noch hatte glichen aber rund 48 Sekunden Vorsprung. Wilhelmi deutete seinen Kollegen an, dass er über die Abstände nach hinten informiert werden wolle und so hielt man ihm in regelmäßigen Abständen das Pitboard mit aktualisierten Werten raus. Die Konkurrenz kam zwar näher aber es reichte nicht. Alemannenring Racing schaffte nach dem Rennen im Dezember einen weiteren Podiumsplatz in Kerpen.

Insgesamt ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Ein Podiumsplatz in Kerpen gleicht für uns als Gastteam immer einem Sieg, da wir nicht die Chancen zum regelmäßigen Training vor Ort haben. Auch die Top10 Platzierung mit dem Kerpenneuling Jakob Hiss ging für das Team MAD-MAX by Alemannenring Racing mehr als in Ordnung!

Wir danken dem MS-Kartcenter für die erneut tolle Organisation und freuen uns auf das nächste Rennen.

22.01.2017 / AR-Cup Rennen 6/2016

Mit etwas Verspätung beendeten wir unsere Premierensaison. Rückblickend eine Saison mit Höhen und Tiefen aber auch eine Saison in der wir viel gelernt haben was wir mitnehmen können. Die ersten Meister sind gefunden und am Ende doch alle Fahrer happy. Zum Finale ging es zu einem echten Heimspiel. Alemannenring Racing fuhr bei Kartbahn Alemannenring in Singen, einer Strecke die jeder Fahrer in und auswendig kennt. Vor dem Rennen war schon klar, für Ronald Lörincz heisst es nur noch durchfahren. Den Titel in der PRO Wertung konnte ihm keiner mehr auf normalen Wegen nehmen. In der AM Wertung wusste Robert Maier dass er gewinnen muss und das Laszlo Lörincz patzt. Spannung lag also in der Luft.

Qualifikation

In der Qualifikation lief für Ronald Lörincz alles nach Plan. Zwar sicherte sich die Pole Position Giovanni Loperfido, der direkte Meisterschaftskonkurrent Frank Martin war mit Startplatz 5 jedoch abgeschlagen. Platz 3 belegte Michael Bräutigam, der am Ende des Tages noch das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung um den Rennsieg spielen sollte.
In der AM Wertung lief alles in die Hände für Laszlo Lörincz, dieser schaffte mit Platz 4 einen Superstartplatz und legte sich somit noch einen PRO Fahrer zwischen sich und die anderen AM Fahrer. Max Martin sicherte sich Platz 2, für Robert Maier wurde die Aufgabe zum Punkte aufholen schwerer, sicherte sich Lörincz hier schon den ersten Bonuspunkt des Tages für die Poleposition.

Sprintrennen

Bereits vor dem Rennen wurde mit den Teilnehmern eine Abstimmung abgehalten bezüglich der Boxenstopps. Da eine Regeländerung für 2017 bedacht war, konnte diese nun beim Finale noch getestet werden. Im Gegensatz zu den vorherigen Läufen zum AR-Cup musste nun auch im Sprintrennen ein Boxenstopp absolviert werden. Geschuldet war dies zum einen den engen Verhältnissen des technisch sehr anspruchsvollen Kurses in Singen, zum anderen aber auch mit Hinsicht auf 2017 zum Testen und der Schaffung neuer taktischer Möglichkeiten.
Nach 2 Einführungsrunden wurde der Rennstart fliegend freigegeben. Giovanni Loperfido und Ronald Lörincz gaben die Pace schnell vor, allerdings zeigte sich auch hier schnell dass unser Pechvogel der Saison, Loperfido, der in vielen Rennen immer die etwas schlechteren Karts erwischte, nun endlich ein Kart erhielt dass seinem Können entsprach. Zehntel um Zehntel konnte er die Lücke zu Lörincz vergrößern. Michael Bräutigam konnte den beiden zu Beginn noch nicht so gut folgen, wurde aber im Verlauf des Rennens immer schneller. Hier merkte man dass Bräutigam einer der Fahrer war, die nicht so häufig wie Loperfido und Lörincz in Singen auf der Bahn zu finden sind. Im groben und ganzen änderte sich in der Reihenfolge der PRO Wertung nicht viel. Lediglich für Frank Martin ging es noch einmal ein paar Plätze nach hinten, da offenbar das Kart nicht zufriedenstellend lies. Am Ende ließ Frank Martin Sohn Max noch durchziehen der in der AM Wertung noch die Chance hatte die Lücke zuzufahren. Deutlich mehr Bewegung gab es eben in jener AM Wertung. Mit einer taktischen Meisterleistung schaffte Robert Maier dass was diesem Tag im Titelkampf Pflicht war und arbeitete sich mit seiner Taktik vom 3. Startplatz nach vorne zum Rennsieg. Hierbei profitierte er auch von einem Problem in der Boxengasse, da das Kart von Laszlo Lörincz aus dem Stand nicht die beste Beschleunigung hatte und dieser in der Box 3 Sekunden verlor. Maier, Lörincz und Martin fuhren auf den Plätzen 1 - 3 innerhalb von 4 Sekunden über die Ziellinie. Die Bonuspunkte für die schnellsten Runden sicherten sich Ronald Lörincz in der PRO Wertung und Max Martin in der AM Wertung. Bedingt durch die Bonuspunkte im Sprintrennen hielt sich Lörincz so die Türe zum Tagessieg in der PRO Wertung noch offen. Der zweite Platz im Sprint reichte aber um selbst im Falle eines Ausfalles den Titel sicher zu haben.

Hauptrennen

Vor dem Hauptrennen erfolgte eine Neuauslosung der Karts. Auch hier gab es eine Regeländerung und es wurde ein zweiter Pflichtboxenstop eingeführt. Nach 2 neuen Einführungsrunden wurde das Rennen eröffnet. Frank Martin rutschte in der Startaufstellung wieder vor, die PRO und AM Fahrer starteten wieder geschlossen in ihrem Pulk. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam nahmen nun die Verfolgung von Loperfido auf und folgten ihm wie zwei Schatten. Es war schnell klar, dass die Boxenstops die Entscheidung bringen sollten. Wollte Ronald Lörincz noch den Tagessieg holen musste er das Hauptrennen gewinnen und die Bonuspunkte kassieren, wenn Loperfido den zweiten Platz holen sollte. Die Mission war also klar. Als die Boxengasse öffnete, war es wie im Sprintrennen direkt Robert Maier der zum Stopp erschien. Er fiel hinter das Feld zurück und konnte erneut mit konstanten Runden punkten. Nach den ersten Boxenstopp war Ronald Lörincz dem Tagesieg näher gekommen und hatte die Führung übernommen. Und wie auf Bestellung folgte auch schnell die schnellste Rennrunde, er zog in der Endabrechnung an Loperfido vorbei. Und Loperfido musste zusätzlich noch mit Bräutigam um die Position kämpfen. In der AM Wertung machte Laszlo Lörincz in der Boxengasse einen Fehler. Er überfuhr an der Einfahrt die Haltelinie, wofür er noch zu einem zusätzlichen Besuch in der Box gebeten wurde. Lörincz fiel hinter Max Martin auf P3 zurück. Ebenfalls in der AM Wertung erwischte es auch Martin Zobel der in der Boxengasse zu schnell fuhr, auch er sollte noch einmal zusätzlich die Box besuchen. In der PRO Wertung drückte sich Bräutigam durch die Boxenstops doch noch an Loperfido vorbei und nahm ihm somit vorerst die endgültigen Hoffnungen auf den Rennsieg. Doch die Freude Bräutigams währte nur kurz, sah er kurz nach seinem Boxenstop schnell einen Hinweis mit einer Stop&Go Strafe für das Überfahren der Haltelinie am Eingang der Boxengasse. Bräutigam erschien ein drittes Mal in der Box. Die Chancen von Loperfido auf den Sieg stiegen wieder, hierzu musste einer der PRO Fahrer Ronald Lörincz aber die schnellste Runde abnehmen. Und tatsächlich: Nach der Stop&Go Strafe sorgte Bräutigam für die schnellsten Runden im Rennen und schnappte sich die schnellste Runde. Die Bonuspunkte für Lörincz waren weg, den Rennsieg konnt ihm aber keiner mehr nehmen. In der AM Wertung konnte sich erneut Robert Maier durchsetzen und erfüllte das Pflichtprogramm.

Endergebnis

In der PRO Wertung waren es am Ende die Bonuspunkte die über den Sieg entschieden. Zwischen Ronald Lörincz und Giovanni Loperfido kam es zu einem Punktegleichstand, Loperfido konnte sich aber dank des Sieges im Sprintrennen auch den Tagessieg sichern und die Saison noch versöhnlich abschließen nach dem Pech in allen anderen Rennen. Dritter wurde Bräutigam. 
In der AM Wertung gelang Robert Maier nach Gärtringen der zweite Sieg vor Laszlo Lörincz dem der zweite Platz ausreichte um den Titel zu perfekt zu machen. Auf Platz 3 landete an diesem Tag Max Martin.

Die ersten beiden Champions stehen nun also fest: Vater und Sohn aus dem Hause Lörincz konnten sich in beiden Klassen die Titel sichern und werden in der kommenden Saison die Rolle der gejagten einnehmen. Ronald Lörincz zeigte in dieser Saison eine sehr hohe Klasse, es wir schwer sein ihn einzuholen. In der AM Klasse könnte sich im kommenden Jahr ein toller Kampf um den Titel entwickeln, Robert Maier zeigte in den letzten beiden Rennen dass mit ihm zu rechnen und der Vizetitel nicht genug ist. In der PRO Wertung konnte sich Frank Martin den Vizetitel sichern. Das Podium komplettieren dann noch Loperfido der sich noch im letzten Rennen auf Platz 3 vorschieben konnte und Max Martin, unser jüngster Fahrer. 
Neben Pokalen  erhielten die beiden Meister noch jeweils einen Gutschein für ein PKW Intensivtraining bei unserem Partner Fahren erleben in Steißlingen.

 Zu den Ergebnissen

Highlights

26.11.2016 / 2-Stunden Rennen / Liedolsheim

Am 26.11.2016 war Alemannenring Racing zu Gast in Liedolsheim zu einem 2 Stunden Rennen. Es sollte das erste Endurance Rennen für das Team in Liedolsheim sein. Das führte dazu dass man ohne große Erwartungshaltung anreiste und das Event einfach mit Spass abschließen wollte.

Für das Team Alemannenring Racing starteten Mike Wilhelmi und Roland Schartner. Wilhelmi fuhr im vergangenen Jahr bereits im Rahmen des Ratzel Racing Cups in Liedolsheim, seit dem aber auch nie wieder. Für Roland Schartner war es die erste Ausfahrt in Liedolsheim. Kurzfristig noch hinzu startete für uns auch noch das Team Mad Max by Alemannenring Racing mit den Fahrern Frank und Max Martin, welche auch im AR Cup mitfahren. Frank Martin fuhr zuletzt vor vielen Jahren in Liedolsheim, für Max Martin war es wie für Schartner die Premiere.

Die frühe Anreise nutzten alle Fahrer noch für einen Trackwalk um die Strecke was an diesem kalten, nebligen Morgen sicher nicht verkehrt war. Der runterkommende Nebel sorgte für glattere Randsteine und die herbstlichen Bedingungen für Laub in manchen Kurvenpassagen. Gemeldete waren an diesem kalten Tag 14 Teams.

Nach dem Briefing ging es auch schon bald in die Qualifikation. Roland Schartner und Max Martin starteten die Turns mit dem Hintergrund den zumindest etwas Liedolsheim erfahrenen Fahrern das Kart warm zu hinterlassen. In der Mitte der Qualifikation übernahmen entsprechend Mike Wilhelmi und Frank Martin. Am Ende reichte es zu den Startplätzen 8 und 13, da bei beiden Teams erstmal eine Steigerung der Zeiten am Ende der Quali nicht möglich war. Hier machte sich die fehlende Erfahrung bemerkbar.

Nach einer längeren Mittagspause wurde dann um 13 Uhr das Rennen gestartet. Die Startturns fuhren ebenfalls die Startfahrer der Qualifikation. Roland Schartner profitierte zum einen von einer Kollision in Kurve 3. Er hatte hier den richtigen Riecher für die richtige Linie und konnte dieser aus dem Weg gehen. Auch Max Martin konnte unmittelbar beim Start Plätze gut machen, doch schon kurz nach der Haarnadel passierte das was beide nach der Qualifikation bemängelten: Das erste Kart mit dem die Qualifikation und der Rennstart gefahren werden musste war zu langsam. So wurde Max Martin einfach wieder ausbeschleunigt und fiel wieder auf den 13. Platz zurück. Für Roland Schartner ging es währenddessen bis auf P5 vor. Mit den gefahrenen Zeiten konnte man auf jeden Fall um P4 mitkämpfen, was für den ersten Auftritt mehr als ursprünglich erwartet war. Doch schnell sollte diese Stimmung kippen.
Nach 20 Minuten, was der Mindestfahrzeit pro Kart entsprach wechselte Mad Max by Alemannenring Racing und Frank Martin übernahm. Man gab das langsamere Kart so schnell wie möglich ab und erwischte im Anschluss endlich ein Kart welches sehr gut lief. Frank Martin setzte direkt in der ersten Runde eine neue Bestzeit für das Team.
Bei Alemannenring Racing wartete man ab und setzte auf einen Standardturnus. Da es vorrangig um den Spaß ging wollte man die Turns gleichmäßig unter den Fahrern aufteilen, zumal Wilhelmi und Schartner zeitenmäßig mit gleichen Karts auch gleichschnell unterwegs waren. Wie schon angedeutet kam es leider anders. Wilhelmi rückte mit dem neuen Kart aus und musste schnell feststellen das etwas nicht stimmt. Selbst in der einfachen, eigentlich vollgas gefahrenen Rechtskurve eingangs Start/Ziel musste Wilhelmi das Kart abbremsen da es beim Einlenken nicht um die Kurve kam. Mehrere Versuche mit höherer Geschwindigkeit endeten mit einem Reifen schon neben dem Randstein, wo es sehr glatt war. Wilhelmi versuchte sofort Schartner ausfindig zu machen um die missliche Lage zu signalisieren. Erst nach mehreren Runden konnten sich beide verständigen und Schartner stürmte in die Box zur Rennleitung. Leider akzeptierte die Rennleitung das Problem nicht als solches und sprach selbst von einer Disqualifikation sollte nun ein Wechsel durchgeführt werden, da die Mindestfahrzeit von 20 Minuten noch nicht erreicht wurde. Wilhelmi wurde angewiesen weiter zu fahren. Es begannen endlose Runden und in jeder verlor Wilhelmi mehr als 3 Sekunden und fand sich zwischenzeitlich auf dem letzten Platz wieder. Schartner unternahm noch einmal einen Versuch bei der Rennleitung mit dem deutlichen Hinweis des Zeitverlustes. Erst nach über 10 Runden wurde der Wechsel genehmigt. So verlor man allein auf der Strecke rund 40 Sekunden, zusammen mit dem Boxenstopp mehr als eine ganze Runde. 
Schon bei der Einfahrt in die Box wurde schnell erkannt das der rechte Vorderreifen einen Schaden hatte. So etwas hätte nach unserer Ansicht nie ins Rennen gehen dürfen. Mit dem neuen Kart wollte man nun zum Angriff blasen, leider kam Wilhelmi jedoch auch mit diesem nicht mehr an die Zeiten der Qualifikation heran. Es war kein schlechtes Kart, aber eben allenfalls gut fürs Mittelfeld. 
Davon nichts mitbekommen hatte Frank Martin. Der fuhr Runde um Runde schnelle Runden und fand sich bedingt durch Fahrerwechsel zeitweise sogar auf dem dritten Platz vorne.
Wilhelmi arbeitete sich noch von Platz 14 bis auf Platz 11 nach vorne.
Es kam zum letzten Fahrerwechsel. Schartner erwischte wieder ein zufriedenstellendes Kart, konnte wieder bessere Zeiten fahren und langsam den Rückstand auf Mad Max by Alemannenring Racing verkleinern bei den Max Martin am Steuer saß. Hier machte sich etwas die fehlende Erfahrung breit, konnte Max die Zeiten von Frank Martin leider nicht fahren. So wurde man bis auf Platz 9 durchgereicht. 
Rund 5 Minuten vor Rennende kam es dann noch zum Platztausch unserer beiden Teams als Schartner das Schwesterteam auf der Strecke noch überholen konnte. Auch wenn man ohne große Erwartungen ankam ist Platz 9 am Ende für Alemannenring Racing leider etwas enttäuschend, mehr jedoch weil wir uns von den Veranstaltern leider ein wenig im Stich gelassen fühlten als es zu Problemen mit dem zweiten Kart kam. Für Mad Max by Alemannenring Racing wäre ebenfalls mehr drin gewesen als der 10. Platz, sieht man die Performance die man mit einem entsprechenden Kart bringen konnte. 

So fuhren wir mit etwas gemischten Gefühlen wieder heim. Wissentlich, dass mehr möglich wäre, die Karts aber leider ein wenig einer Lotterie glichen. Eine gewisse Streuung gibt es immer, dass wissen wir, aber ein Kart mit kaputten Reifen zur Verfügung zu stellen ist leider ein absolutes No-Go, zumal wir mit dem Fahrer sprachen der dieses Kart vor uns nutzte und die Probleme selbst schon bestätigte. Hier wäre natürlich auch eine Info an die Rennleitung wünschenswert gewesen.

Wir wollen einem Endurance Rennen in Liedolsheim aber definitiv noch eine zweite Chance geben!

 

03.12.2016 / 3-Stunden Rennen / Kerpen

Wieder einmal ging es am 03. Dezember 2016 zu einem unserer Lieblingsrennen, dem 3 Stunden Rennen in Kerpen. Immer wieder gerne sind wir in Kerpen zu Gast, zumal die Rennen auf einem hohen Niveau organisiert werden, die Zweikämpfe immer fair waren und man inzwischen einige Freundschaften aufgebaut hat.

Nach dem Rennen im Oktober welches Mike Wilhelmi alleine bestritt fuhr man nur wieder zu zweit und offiziell mit. Dennoch war die Aufstellung neu, brachte Wilhelmi den Führenden des AR-Cups Ronald Lörincz mit, welcher das Team schon beim 6h Charityrennen im Juli unterstützte. Keiner hätte am wirklich frühen Morgen um 1 Uhr in der Nacht, als der Wecker klingelte mit dem gerechnet, was dieser Tag noch bescheren sollte.
Entgegen den letzten Malen verzichtete man auf eine Anreise und Trainingsmöglichkeit am Vorabend. Stattdessen wollte man eine staufreie Fahrt genießen und so fuhr man die Nacht in Richtung Morgen durch. Kurz nach 7 Uhr kam man dann an der Strecke an, frühstückte und bereitete sich vor.

Pünktlich wie immer startete um 9 Uhr die 30 minütige Qualifikation. Mike Wilhelmi fuhr die erste Hälfte in der er genau wie viele andere Fahrer noch über mangelnden Grip klagten, doch inzwischen weiß man, dass die Zeiten in Kerpen erst am Schluss gesetzt werden. Ronald Lörincz übernahm etwa zur Halbzeit der Qualifikation das Steuer. Zeitweise stand Lörincz auf Platz 2 im Klassement, kurz vor Schluss rutschte er dann aber doch noch auf Position 3 nach hinten. Der Rückstand zur Pole? Gerade einmal 0,04 Sekunden. Die Top 3 starteten nahezu Zeitgleich in das Rennen.

Beim Rennstart um 10 Uhr lautete die Aufgabe für Lörincz dranbleiben an der Spitze. Wie er selbst nach dem Rennen erklärte war diese nicht immer eine leichte Aufgabe und er musste teilweise schon ordentlich pushen und profitierte immer mal wieder von dem Zweikampf und Positionswechseln der beiden Führenden um wieder aufzuschließen. Zeitweise bekam Lörincz auch noch Druck von hinten. Doch nach etwa 20 Minuten Fahrzeit musste der Viertplatzierte von ihm ablassen. Die Lücke wuchs bis auf rund 10 Sekunden an. Platz 5 konnte den Speed der ersten 4 Fahrer gar nicht mitgehen und fuhr einsam in einem stetig wachsendem Abstand. Aufgrund der Tatsache dass das erste Kart sehr gut lief wurde die Fahrzeit des ersten Turns auf ein gesundes Maß erhöht. Lörincz sollte als schnellerer Mann im Team die maximal mögliche Fahrzeit für einen Fahrer in dem Rennen von 100 Minuten erhalten. Man teilte seine beiden Turns auf 2 x 50 Minuten ein. 
In der 48. Rennminute wurde Lörincz der Fahrerwechsel signalisiert. Wilhelmi übernahm. Für Wilhelmi galt es nun erst einmal mitfließen. Direkte Duelle gab es zu dieser Zeit nicht mehr auf der Strecke und Fahrerwechselbereinigt lag man weiterhin auf Position 3. Es begannen die Tankstopps. Bis zum Tankstopp von Wilhelmi gibt es hier nichts außergewöhnliches zu berichten, doch 2 Runden später sollte sich das Ganze schlagartig ändern. Wilhelmi fuhr gerade die Gerade neben der Boxengasse entlang als sich in selbiger ein Kart des KSF Erftlands in Bewegung setzte. Gerade noch im letzten Moment konnte Wilhelmi durchhuschen und hatte für die restliche Zeit des Turns nun einen Schatten. Im Eifer des Gefechts passierten 2, 3 kleinere Fahrfehler, Überholversuche die daraus resultierten konnte Wilhelmi jedoch kontern. Nach 40 Minuten wurde wieder gewechselt und Lörincz übernahm wieder.
Wilhelmi selbst beschreibt den Wechsel wie folgt: "Ich stieg aus dem Kart aus, blickte auf das Zeitenklassement, sah uns auf Platz 2 und dachte mir noch: Mal sehen wo wir nach Bereinigung der Fahrerwechsel stehen werden. Aber selbst kurz vor den nächsten Tankstopps standen wir noch immer auf P2, was mich doch positiv überraschte."
Nun war es wieder Lörincz der zu seinem zweiten 50 Minuten Turn ausrückte. Im Gegensatz zum ersten Turn hatte nun auch Lörincz freie Fahrt. Und konnte diese Nutzen. Der Abstand zur Spitze war zu diesem Zeitpunkt mit rund 15 Sekunden immer im Rahmen. Doch 1 Stunde und 10 Minuten sollte sich das Blatt noch einmal wenden, als die Rennleitung verkündete dass das Team "Platz 1" eine 60 Sekunden Stop&Go Strafe erhält wegen Überfahrens der weißen Linie in der Boxeneinfahrt. Somit verlor das Team "Platz 1" in Führung liegend auch den selbigen und rutschte auf Platz 5 ab. Fortan waren es wieder die Teams der KSF Senioren und Junioren die in der Verfolgung lagen. Lörincz fuhr nun am Limit, setzte die Teambestzeit des Rennens, nur knapp hinter er schnellsten Rennrunde und fuhr konstant niedrige 48er Zeiten. Der Vorsprung auf die Verfolger wuchs an bis auf 22 Sekunden. Wilhelmi fand man plötzlich am Streckenrand mit dem Taschenrechner in der Hand. Restfahrzeit / Durchschnittliche Rundenzeiten von Wilhelmi. Rein kalkulatorisch sollte ein Sieg mit 8 - 12 Sekunden Vorsprung möglich sein. Man hätte also noch ein Sicherheitspolster für Überrundungen. Doch es sollte anders kommen als gedacht.
Unfreiwillig wurde die Schlußphase zum Herzschlagfinale. Der letzte Fahrerwechsel stand an. Das Fahrzeitfenster von Lörincz mit maximal 100 Minuten für das Rennen wurde mit 98 - 99 Minuten auf das Maximum ausgenutzt, wissentlich dass Wilhelmi auf die Zeiten von Lörincz unter normalen Bedingungen 0,3 - 0,4 Sekunden fehlen. Wilhelmi übernahm wieder, fuhr aus der Box auf die erste Gerade und ließ schnell einen fluchenden Schrei unterm Helm lost. Noch nicht mal in der Hälfte des ersten Vollgasteils der Strecke angekommen hatte das Kart seine Höchstgeschwindigkeit bereits erreicht, der Motor wollte nicht mehr höher drehen und verhielt sich, als ob ein Begrenzer aktiv sei. Die erste Rundenzeit... nur eine 49.7xx. Viel zu wenig. Nach 2  - 3 Runden hatte sich Wilhelmi auf das Kart eingestellt, mehr als 48.9er Zeiten waren nicht drin, im Schnitt und bei freier Strecke lagen die Zeiten aber im Bereich 49.0 - 49.2. Als dann noch eine Überrundung durch die Streckenposten übersehen wurde und Wilhelmi fast 2 Runden lang hinter einem langsameren Fahrer verbringen musste, der seine Position verteidigte verlor man allein in diesen Runden über 2 Sekunden. Die Konkurrenz witterte die Chance, die Verfolger fuhren einen super Turn und schienen Karttechnisch auch das absolute Gegenteil erwischt zu haben. Niedrige 48er Zeiten ließen den Vorsprung pro Runde um 0,6 - 0,8 Sekunden schrumpfen. Deutlich mehr als vor dem Turn hochgerechnet. Auch Lörincz lief nun wieder zu Höchstleistungen auf und feuerte neben der Strecke an was das Zeug hielt. 5 Minuten vor Rennende waren die Verfolger nur noch 3 Sekunden hintendran. Die Zeit schien immer langsamer runter zu laufen. Ein direktes Duell wie im ersten Turn von Wilhelmi als er die Verfolger 20 Minuten hinter sich halten konnte, mit diesem Kart undenkbar. Der Krimi wurde in der letzten Runde endgültig perfekt. Der Gegner war dran, eine Überrundung stand noch an. Die Streckenposten reagierten vorbildlich, beide führenden Karts kamen nach dem ersten Drittel der Runde noch an der Überrundung vorbei. Wilhelmi der sich gar nicht mehr umdrehte wusste zu diesem Zeitpunkt nicht ob es nun der direkte Gegner oder die Überrundung hinter sich war und variierte die Linie etwas um Kampflinie zu fahren. Im letzten Infield sah er wie der Rennleiter die karrierte Flagge ausbreitete noch 4 Kurven breitmachen. Am Ende sollte es reichen, aber 0,23 Sekunden Vorsprung war weit aus weniger als zu Beginn hochgerechnet. Eine Runde später hätte das Ganze schon wieder anders aussehen können den ein leichterer Fahrer der mit dem Mindestgewicht von 80 Kilo fuhr hätte Wilhelmi mit dem lahmenden Kart und 90kg Körpergewicht auf dem folgenden Vollgasteil leicht ausbeschleunigen können.

Am Ende waren es aber die Gäste vom Bodensee die vor den Heimmannschaften des KSF Erftland das Podium auf der höchsten Stufe besteigen durften. Ein Sieg der uns als Team viel Wert ist, gerade mit dem Hintergrund der weiten Anreise, einem hochkarätig besetztem Feld und der Tatsache dass dieser Sieg wirklich hart erkämpft war.
Wie immer war es ein absolut faires und toll organisiertes Rennen in Kerpen, keiner schien den Gästen vom Bodensee diesen Sieg nicht zu gönnen. Wir sagen Dankeschön für diese Anerkennung. Im Lauf der Zeit haben sich doch einige Freundschaften in Kerpen aufgetan und wir freuen uns schon auf die kommenden Rennen.

Anerkennend muss man aber auch feststellen: Ohne die 60 Sekunden Strafe gegen das Team "Platz 1" wäre es wohl lediglich der Kampf um den zweiten Platz geworden. Denn das Team trägt den Namen nicht umsonst mit seiner Schnelligkeit. Aber: That´s Racing und dazu gehört nun mal auch straffrei durch die 3 Stunden durchzukommen.
Dennoch bleibt festzuhalten: Die Fahrerkombo Lörincz/Wilhelmi kann in Kerpen definitiv um ein Podium mitkämpfen.

Wir freuen uns schon auf das Jahr 2017 in Kerpen! Wir werden wieder da sein

Der 2. Turn des Rennens (1. Turn von Mike Wilhelmi)

11.09.2016 / AR-Cup Rennen 5/2016

Rennen 5 der Saison stand an und mit ihm die große Unbekannte. Geplant wurde das Rennen bei Kartion in Gärtringen. Hörte man sich unter den Fahrern um, so teilten alle mit den Namen der Bahn schon gehört zu haben, aber tatsächlich war noch keiner unserer Fahrer vorher in Gärtringen. Mike Wilhelmi und Roland Schartner statteten Gärtringen bereits im Juli einen Besuch ab und zeigten sich begeistert, wie sich schnell herausstellte: Eine Begeisterung die alle anderen auch teilten.

Qualifikation

In der Qualifikation wurde schnell deutlich: Ein paar Fahrer ließen es sich nicht nehmen noch kurzfristig eine Testsession in der Woche vor dem Rennen in Gärtringen einzulegen. Und genau diese Fahrer waren es die in der Qualifikation in ihren Klassen den Ton angaben. Die Pole sicherte sich der Meisterschaftsführende Ronald Lörincz, dicht gefolgt von Michael Bräutigam. Beide gehörten zu den Kandidaten die schon vorab trainieren konnten. Dahinter ging es um die Positionen der Fahrer, die sich innerhalb der 10 Minuten der Qualifikation am schnellsten an die neue Strecke gewöhnen konnten. So waren es die Heyder Brüder, angeführt von Joshua vor Lorenzo die in den folgenden Plätzen, lediglich getrennt durch Gastfahrer Axel Überscher starteten. Auf Platz 6 startete dann schon der AM-Führende Laszlo Lörincz, der ebenfalls schon trainieren konnte in der Woche zuvor. Gegenüber dem nächsten AM Fahrer Robert Maier auf Startplatz 8 konnte Lörincz schon über eine halbe Sekunde Differenz packen.

Sprintrennen

In das Sprintrennen ging es, indooruntypisch, stehend ins Rennen. Dank einer langen Geraden funktionierte das, dennoch guckten Bahnpersonal und Inhaber, sowie das Orgateam gespannt auf die erste Kurvenkombination, die es in sich hatte. Zum Erstaunen aller ging alles glatt und sauber zu. Es kam zu keinem Crash außerhalb des gewöhnlichen "Lackaustauschs". Schon nach der ersten Runde zeigten 2 Favoriten wer den um den Sieg fahren sollte. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam konnten direkt ab Runde 1 beginnen eine Lücke zu Joshua Heyder heraus zu fahren. Lorenzo Heyder kämpfte gegen Axel Überscher um Position 4 und konnte den Kampf auf der Strecke auch für sich entscheiden. Im Doppelpack nahmen die Heyderbrüder die Verfolgung auf die Spitze auf, konnten den bis dahin entstandenen Abstand leider nicht mehr verkleinern, aber ließen ihn auch nicht mehr anwachsen. Die Positionen waren bezogen. 
In der AM Klasse fuhren Laszlo Lörincz und Robert Maier ein hart umkämpftes Rennen. Maier konnte in der Startphase eine Unachtsamkeit von Lörincz ausnutzen als dieser einen schnelleren PRO Fahrer durchlassen wollte, rutschte Maier ebenfalls an ihm vorbei. Beide fuhren zu diesem Zeitpunkt auf einem gleichwertigen Zeitenniveau und Lörincz folgte Maier wie ein Schatten, kämpfte erbittert, fand aber keinen Weg vorbei. Zum fehlenden Glück kam dann auch noch Pech hinzu, als sich Lörincz bei einem Angriff dann wegdrehte und eine kurze lokale Gelbphase auslöste. Maier fuhr davon, Lörincz konnte aber Platz 2 in der AM Wertung behalten.
Die Top 3 lauteten somit: Ronald Lörincz vor Michael Bräutigam und Joshua Heyder in der PRO Wertung und Robert Maier von Laszlo Lörincz und Meik Neumeyer in der AM Wertung.
Die Bonuspunkte für die schnellsten Runden gingen an Ronald und Laszlo Lörincz.

Hauptrennen

Vor dem Hauptrennen wurden die Karts neu ausgelost. Ein Nachwehen des Teninger Rennens als sich einige Fahrer durch schlechtere Karts benachteiligt wurde. Was jetzt noch als gemeinsame Absprache erfolgt, soll im kommenden Jahr auch im Regelwerk fixiert sein. Bei allen Rennen, bei denen der Fahrer an den Karteinstellungen nichts ändern darf wird zukünftig zwischen dem Sprint und Hauptrennen neu gelost.
Unverändert im Rahmen des Indoorreglements blieb jedoch die Regel, dass die Startaufstellung nicht umgedreht wird. Und so wurde aufgrund des engeren Streckenverlaufes das Rennen so gestartet wie es im Sprint endete. Lediglich die Klassen voneinander getrennt. Des einen Losglück war des anderen Lospech. Nach einem erneut sauberen Start änderte sich an der Reihenfolge nicht viel. Ronald Lörincz und Michael Bräutigam setzten sich direkt wieder leicht ab, nicht so schnell aber wie im Sprintrennen. Verfolgt wurden Sie von Joshua Heyder, dieser drehte sich immer wieder um nach Bruder Lorenzo zu dem die Lücke bereits nach Runde 1 groß war, untypisch. Hinter Lorenzo Heyder ein versammelter Rattenschwanz der nicht vorbeikam. Bei Durchsicht stand fest: Lorenzo Heyder zog per Los das Kart mit dem Loperfido im Sprintrennen fuhr. Auch er lag im Sprintrennen ungewohnt weit hinten und reklamierte ein zu langsames Kart. Lorenzo Heyer konnte sich bis kurz vor dem öffnen der Boxengasse für die Pflichtboxenstopps gegen den Zug hinter sich wehren. Als der erste Fahrer dann durchschlüpfte sah man den Frust langsam durchkommen, als Heyder auf das Lenkrad klopfte und den Kopf schüttelte.
Gleich als erstes in der Box: Axel Überscher wollte dem entstandenen Verkehr hinter dem langsamfahrenden Lorenzo Heyder direkt aus dem Weg gehen und entschied sich dafür direkt reinzukommen. Um seiner Pechsträhne des Tages noch einmal Nachdruck zu verleihen kam auch Lazslo Lörincz direkt rein, musste sich aber so hinter Überscher anstellen und verlor wertvolle Zeit.
Lorenzo Heyder signalisierte einen gewünschten Kartwechsel. Schnell wurde ein Ersatzkart vorbereitet und Heyder wechselte beim Pflichtstopp auch das Kart. Weitere Zeit ging dadurch verloren. Doch schon kurz danach signalisierte er, dass auch das zweite Kart keine Besserung brachte und wünschte einen weiteren Kartwechsel. Durch die zwei Kartwechsel verlor Heyder zwei Runden. In Absprache mit der Rennleitung, wurde Heyder eine Runde wieder gutgeschrieben und der zweite Kartwechsel somit wieder aus der Wertung entnommen. Dennoch lag Lorenzo Heyder unglücklich weit zurück. Dass für Ihn mehr möglich gewesen wäre zeigte er dann mit der zweitschnellsten Runde des Tages im letzten Kart.
An der Spitze kämpften Ronald Lörincz gegen Michael Bräutigam hart, aber stets fair. Bräutigam versuchte es auf taktische Weise und kam vor Lörincz zum Pflichtstopp rein. Wie die Videoaufzeichnungen zeigten war Lörincz beim Boxenstopp genau so schnell wie Bräutigam, der die freie Fahrt danach nicht richtig nutzen konnte. Lörincz kam wieder vor Bräutigam auf die Strecke, der Kampf ging weiter. Am Ende konnte sich Bräutigam als Nutznießer von Überrundungen doch noch an Lörincz vorbeiquetschen und sicherte sich den Sieg vor diesem und Joshua Heyder.
In der AM-Wertung fuhr Robert Maier ein relativ entspanntes Rennen, da sich Laszlo Lörincz durch den Taktik Fehler zu Beginn selbst ausknockte. Lörincz konnte bis zum Zieleinlauf die Lücke zwar auf eine Sekunde wieder schließen, wirklich gefährdet war Maiers Sieg aber nicht während des Rennens. Platz 3 in der AM Wertung ging an Daniel Korn. Im Sprintrennen noch als letzter gestartet und sich nicht 100% fit fühlend fuhr Korn ein unauffälliges Rennen und konnte sich taktisch so durch das komplette AM Feld bewegen. Korn war der letzte Fahrer der seinen Pflichtstopp erst kurz vor Ende des Rennens machte. Alles richtig gemacht. Dennoch bleibt Daniel Korn ein wenig der Pechvogel der Saison. In den bisherigen Rennen bei denen er startete erwischte der Defektteufel immer ihn, diesmal war er selbst nicht komplett fit.
Die Bonuspunkte im Hauptrennen gingen an die Sieger Michael Bräutigam und Robert Maier.

Endergebnis

Die Bonuspunkte als Zünglein an der Waage. In der PRO Klasse sicherte sich Ronald Lörincz die Bonuspunkte für Pole und schnellste Runde im Sprintrennen. Die Bonuspunkte für das Hauptrennen gingen an Michael Bräutigam. Am Ende fehlten Michael Bräutigam genau jene 3 Bonuspunkte die Ronald Lörincz mehr holte zum möglichen Tagessieg (wobei man fairerweise auch sagen muss, dass Lörincz bei Punktegleichstand durch den Sieg im Sprint auch vor Bräutigam gestanden wäre).
Ebenfalls wertvolle Punkte gut machte Joshua Heyder der in den Rennen immer auf Platz 3 ins Ziel fuhr. 
In der AM Wertung freute sich Robert Maier über den ersten Tagessieg. Mit zwei Rennsiegen sowie Bonuspunkt aus dem Hauptrennen konnte er sich vor Laszlo Lörincz behaupten. Lörincz nahm die Bonuspunkte für die Pole und das Sprintrennen mit und betrieb somit Schadensbegrenzung in der Meisterschaft wo Maier nun 5 Punkte näher kam. Platz 3 ging an Meik Neumeyer der sich nach Teningen über das zweite Podium freuen konnte.

 

Zu den Ergebnissen

Highlights

Onboard Qualifikation Lorenzo Heyder